Technik

In Sachen Technik kann ich momentan nur über die Filterung berichten. Rückwände, Abdeckungen und Unterschränke habe ich noch nicht gebaut und zur Heizung braucht man ja eigentlich nichts zu sagen.

In meinem Keller blubbern an fast allen Becken Hamburger Mattenfilter, kurz HMF genannt, vor sich hin. Ich bevorzuge diese Art der Filterung nicht nur aus rein ökonomischen Gründen. HMF sind nämlich nicht nur günstig in der Anschaffung und im Energieverbrauch, sie sind obendrein noch äußerst effektiv!

Dieser Filter ist eigentlich ein alter Hut. Schon vor vielen Jahren habe ich Berichte hierüber gelesen, sie aber nicht wirklich ernst genommen, weil mir der Filter zu einfach erschien. Ich misstraute dieser Technik, weil sie im krassen Gegensatz zu der propagierten High-Tech Filterung über Aussenfilter der verschiedensten Varianten stand. Wie konnte es sein, dass ein Filter, der bezogen auf ein 250l-Becken, gerade mal 20 - 25 (bei Betrieb über Luftheber und Membranpumpe) kostet, das Gleiche leistet, wie ein Aussenfilter, dessen Bestückung mit Filtermaterial schon mehr kostet?

Erst als ich ein paar Becken mehr hatte und mir auffiel, dass es ziemlich teuer war, alle Becken mit teuren Filtern zu bestücken, habe ich den HMF mal ausprobiert. Und siehe da, dieser schlichte Filter funktionierte! Von da an verschwanden die anderen Filter der Reihe nach. Aktuell werden fast alle meine Becken (bis auf 2 - 3 Ausnahmen) über blaue Matten gefiltert.

Der Aufbau des HMF ist denkbar einfach. Eine blaue Filtermatte in 5cm Dicke, die einige Millimeter breiter ist, als die Seitenscheibe des Beckens, wird ca. 3 - 4 cm von der Seitenscheibe entfernt in das Becken geklemmt. Dann wird das Wasser mittels Luftheber oder Strömungspumpe von dem Bereich hinter der Matte in das eigentliche Becken befördert.
Bei mir laufen die HMF am besten, wenn die Fördermenge bei dem 3 - 4 fachen des Beckenvolumens pro Stunde liegt. Läuft so ein Filter erst mal richtig, was schon mal 5 - 6 Wochen dauern kann, steht er einem Aussenfilter mit verschiedenen, teuren Filtermaterialien in nichts nach.

Es gibt neben der beschriebenen Variante noch eine weitere, von der man regelmäßig liest. Die Anbringung der Matte über Eck. Hierbei wird die Matte mittels Schienen (Kabelkanal oder eingeklebte Glasstücke) praktisch in einem Viertelkreis in eine Ecke des Beckens eingepasst. Ich habe diese Variante auch schon mal ausprobiert, muss aber zugeben, dass ich sie nicht mag. So eine Säule in der Beckenecke sieht, zumindest für meinen Geschmack ziemlich doof aus und hat bei mir auch nicht so gut funktioniert, wie die oben beschrieben Variante.